Wie eine 92jährige zur Firmengründerin wurde

Edith schrieb uns aktiv per Email (!) an und wollte „etwas machen“, sie wüsste selber nicht was, aber ihr sei langweilig im Altersheim und sie möchte wieder aktiv werden. Wir vernetzten sie mit mehreren Studenten (BWL, Kunst und Literatur, aber das war Zufall, denn es ging ja um die Charaktere. Die Gruppe verstand sich so gut, dass sie fortan fast wöchentlich im Altersheim gemeinsam kochten. So kamen immer mehr „Alte“ dazu und es entstanden wilde Diskussionen zum Thema „uns ist langweilig“.
Es entstand die Idee, ein Café im Altersheim zu eröffnen, das für alle zugänglich ist und für das die Alten nicht nur Kuchen backen, sondern auch andere selbstgemachte Produkte herstellen. Das wurde dann realisiert und einige Monate betrieben, bis der Heimleiter es aus rechtlichen Gründen schließen musste.

Die Designerin baute ein Logo für die Produkte und es entstand ein kleiner Shop. Wir vernetzten die Gruppe anschießend mit den Obdachlosen, die ja (zufällig!) bereits ebenfalls an Produkten arbeiteten. So entstand gemeinsam das Label „Seniormade“. Es ist geplant, dieses Stück für Stück in den Einzelhandel zu bringen.

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